Im Rahmen einer Kulturbautenreise hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Wartburg in Thüringen besucht und sich über die anstehende Sanierung informiert. Dabei kündigte er an, die jährlichen Bundesmittel für den Bauunterhalt der Burg von bisher 248.000 Euro auf 498.000 Euro zu verdoppeln. Die entsprechende Erhöhung ist im Regierungsentwurf zum Haushalt 2027 vorgesehen.
Die Wartburg zählt zu den bekanntesten und am besten erhaltenen romanischen Höhenburgen Deutschlands. Seit 1999 trägt sie den UNESCO-Welterbestatus und verzeichnet jährlich knapp 500.000 Besucher, was sie zu einer der meistbesuchten Kultureinrichtungen des Landes macht. Als Zufluchtsort Martin Luthers und Ort seiner Bibelübersetzung besitzt sie herausragende historische Bedeutung; auch als Schauplatz des Wartburgfestes gilt sie als wichtiger Bezugspunkt der deutschen Demokratiegeschichte.
Weimer begleiteten bei dem Besuch Thüringens Kulturminister Christian Tischner, der Chef der Thüringer Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Christian Hirte (MdB), sowie der Thüringer Bundestagsabgeordnete Michael Hose (MdB). Weimer erklärte, Bund und Land stünden gemeinsam in der Verantwortung, die Stätte als historischen Ort für kommende Generationen zu erhalten. „Die Wartburg ist ein Schatz Thüringens und zugleich ein Schatz der ganzen Nation", sagte er. „Wir wollen die Wartburg weit über die Grenzen Thüringens hinaus zum Leuchten bringen. Denn sie ist das kulturelle Gedächtnis unserer Nation."
Christian Hirte bezeichnete die Wartburg als „Leuchtturm deutscher Kultur und Geschichte" und begrüßte, dass der Bund deren Bedeutung für Musik, Sprache, nationale Identität sowie europäische Verbundenheit anerkenne. Michael Hose verwies ergänzend darauf, dass die aktuellen Förderungen für die Wartburg und das Schloss Friedensstein Thüringens einzigartige Kultur- und Demokratiegeschichte breit unterstützten.
Dieser Artikel basiert auf einer geprüften Primärquelle. Der Text wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft und einem Faktencheck unterzogen.




