Oberkirch im Ortenaukreis war vom 11. bis 13. September Austragungsort der Landesfesttage der Heimattage Baden-Württemberg 2026. Den Auftakt bildete am Freitag die Verleihung der Heimatmedaille sowie ein Konzert des Pop-Duos Glasperlenspiel vom Bodensee. Am Samstag folgte ein buntes Programm rund um die Innenstadt, ein Brauchtumsabend im Festzelt am Stadion mit der Kapelle „Die Stadelhofner" sowie der Große Zapfenstreich im Renchtalstadion.
Den Höhepunkt bildete der Sonntag: Nach einem Festgottesdienst in der Kirche St. Cyriak und einem Platzkonzert der Trachtenkapelle Haslach startete um 14 Uhr der große Landesfestumzug mit rund 100 Gruppen aus ganz Baden-Württemberg. Zu dem Umzug, der die Vielfalt der Bräuche im Land zeigen sollte, wurde auch Ministerpräsident Cem Özdemir MdL erwartet. Im Anschluss übergaben Özdemir und Schirmherrin Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, die Heimattagefahne an Villingen-Schwenningen als Ausrichterstadt der Heimattage 2027.
Die Heimattage Baden-Württemberg sind eine Veranstaltungsreihe, die seit 1978 jährlich von einer anderen Kommune oder einem Kommunenzusammenschluss ausgerichtet wird, um jeweils eine andere Region des Landes in den Fokus zu rücken. Oberkirch gestaltete das diesjährige Programm seit Januar unter dem Motto „Heimat ist da, wo Gutes entsteht" und verknüpfte es mit drei lokalen Jubiläen: 700 Jahre Stadtrechte, dem 350. Todestag des Schriftstellers von Grimmelshausen sowie 300 Jahre Brennrecht.
„Mit den Heimattagen wollen wir das Verständnis für Heimat vertiefen und das Wir-Gefühl der Menschen in Baden-Württemberg stärken", erklärte Ministerin Gentges anlässlich des Festbeginns. Heimat lebe davon, „dass alle mitmachen, um gemeinsam etwas Großes auf die Beine zu stellen", so Gentges weiter.
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