Die neue Auszeichnung soll gemeinsam mit der Grimmelshausen-Gesellschaft vergeben werden und einem Wort gelten, das nach Weimers Worten „die Kraft der Veränderung in sich trägt". Die Eröffnung der Messe nahm der Kulturstaatsminister im Namen der Bundesregierung vor.

Der Staatsminister begründete die Initiative als positives Pendant zum bekannten „Unwort des Jahres". Eine Jury soll dafür sowohl ältere Literatur als auch Neuerscheinungen auf besondere Sprachschöpfungen durchsuchen. Weimer zeigte sich zuversichtlich, „dass es gemeinsam mit der Grimmelshausen-Gesellschaft und weiteren Partnern gelingen wird, im kommenden Jahr das erste ‚Literarische Wort des Jahres' zu küren".

In seiner Ankündigung im Vorfeld der Eröffnung fragte er rhetorisch: „Ist es nicht an der Zeit, die einzigartigen Möglichkeiten der Sprache und Literatur zu feiern und dem Unwort des Jahres sein positives Pendant gegenüberzustellen?"

Ehrengast der diesjährigen Buchmesse ist Tschechien. Unter dem Motto „Ein Land an der Küste" präsentiert sich das Nachbarland als Sehnsuchtsort für literarische Entdeckungen. Im Ehrengast-Pavillon findet ein umfangreiches Programm mit Lesungen und Gesprächen statt; 75 tschechische Autorinnen und Autoren sind vor Ort. Weimer würdigte die „wechselvolle literarische Freundschaft" zwischen beiden Ländern und hob hervor, die tschechische Literaturszene sei „geprägt von poetischer Sprache, Ironie und Gesellschaftskritik".

Die Frankfurter Buchmesse, die vom 7. bis 11. Oktober 2026 stattfindet, gilt als das wichtigste Jahrestreffen der internationalen Buchbranche und ist zugleich Handelsplatz, Lesefestival und Debattenforum. Themen wie technologischer Wandel, Demokratie, Meinungsfreiheit und weltweite Konflikte stehen auf der Agenda zahlreicher Veranstaltungen. Auch ukrainische Autorinnen, Autoren sowie Verlagsvertreterinnen und -vertreter sind vertreten; der ukrainische Länderstand wird erneut aus dem Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.

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