Das Lowell Chamber Orchestra (LCO) hat seine achte Spielzeit unter dem Titel „The Sound of Belonging" angekündigt. Die Konzertreihe widmet sich der Frage, wie Musik Menschen mit Familie, Kultur, Geschichte und Gemeinschaft verbindet. Alle Konzerte sind kostenlos zugänglich – ein Grundsatz, der laut LCO seit der Gründung im Jahr 2019 gilt und eine der größten Zugangshürden zur professionellen Orchestermusik beseitigen soll.
Die Saison eröffnet mit Szenen aus Pasquale Tassones Oper „Seven Rabbits on a Pole", die auf einem Drama von John C. Picardi basiert und ein Libretto von Elizabeth Searle besitzt. Das Werk erzählt von einer italienischen Einwandererfamilie, die in Amerika um einen Neuanfang kämpft, und thematisiert Armut, Vorurteile, Assimilation und die Suche nach Heimat.
Das Programm „The Memory of Melodies" untersucht, wie Komponistinnen und Komponisten Musik aus der Vergangenheit erinnern, aufgreifen und verwandeln. Als Solistinnen und Solisten sind die Flötistin Wei Zhao, Gitarrist Apostolos Paraskevas, Geigerin Krista Buckland-Reisner und Pianistin Carmen Rodríguez-Peralta angekündigt. Ein weiteres Konzert mit dem Titel „Armenia" findet in der Holy Trinity Armenian Church in Cambridge statt und präsentiert armenische Komponisten, darunter Alan Hovhaness mit seiner Sinfonie Nr. 6 „Celestial Gate"; Solist ist Geiger Sargis Karapetyan.
Am 4. Februar steht „Black Resilience and Jubilation" im Berklee Performance Center auf dem Programm. Das Konzert zeichnet schwarze Kreativität vom klassischen Repertoire über Spirituals, Blues, Gospel und Jazz bis zu zeitgenössischer Popmusik nach – mit Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie Julia Perry, Bessie Smith, Stevie Wonder und Kendrick Lamar.
Das Programm „Blissful Insolence" kombiniert Bernsteins Serenade nach Platons „Symposium" und Beethovens Sinfonie Nr. 7 mit einer Neukomposition von Ryan Suleiman sowie Werken aus LCOs internationalem Call for Scores. Als Solist tritt David Bernat auf, Gewinner von LCOs internationalem Nachwuchswettbewerb 2026. Den Abschluss bildet „Pride: A Rainbow of Repertoire", ein Konzert, das LGBTQ+-Komponistinnen und -Komponisten würdigt, deren Identitäten laut LCO oft nicht offen anerkannt werden konnten.
Das LCO wurde 2019 gegründet und versteht sich als professionelles Orchester der Stadt Lowell, Massachusetts. Neben Konzerten organisiert es Bildungsinitiativen, Gemeinschaftspartnerschaften sowie internationale Kompositions- und Nachwuchswettbewerbe.
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