Schleswig-Holstein ist das einzige deutsche Bundesland, das sowohl an der Nordsee als auch an der Ostsee liegt. Diese geografische Besonderheit prägt das Angebot an Ausflugszielen erheblich und zieht Besucher aus dem In- und Ausland an.

Küsten und Inseln

Die Nordfriesischen Inseln gehören zu den bekanntesten Reisezielen des Landes. Sylt ist dabei die flächenmäßig größte und touristische bedeutendste Insel der Gruppe. Föhr und Amrum gelten als ruhigere Alternativen mit ausgedehnten Sandstränden und traditionellen friesischen Ortschaften. Das Wattenmeer vor der schleswig-holsteinischen Küste ist als Teil des trilateralen Wattenmeers von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt.

An der Ostseeküste zählen die Lübecker Bucht sowie die Halbinsel Wagrien zu beliebten Zielen. Orte wie Travemünde, Grömitz und Fehmarn werden vor allem wegen ihrer Strände und des vergleichsweise milden Sommerwetters aufgesucht. Die Insel Fehmarn ist über eine Fehmarnsundbrücke mit dem Festland verbunden.

Städte mit historischem Erbe

Lübeck ist als ehemalige Hauptstadt der Hanse überregional bekannt. Das mittelalterliche Holstentor sowie die siebentürmige Silhouette der Altstadtkirchen gehören zu den markantesten Bauwerken Norddeutschlands. Die Lübecker Altstadt steht ebenfalls auf der UNESCO-Welterbeliste. Flensburg, unmittelbar an der dänischen Grenze gelegen, verbindet deutsche und dänische Kulturtraditionen und verfügt über einen historischen Hafen mit Gründerzeitbebauung.

Naturräume im Landesinneren

Abseits der Küsten bietet Schleswig-Holstein weitläufige Seenlandschaften, insbesondere in der Region Holstein. Der Naturpark Aukrug und der Naturpark Lauenburgische Seen ermöglichen Wanderungen und Wassersport in weniger frequentierten Gebieten. Die Holsteinische Schweiz mit dem Kellersee und dem Großen Plöner See gilt als typisches Ziel für Natur- und Aktivtourismus.

Bleibende Fragen

Inwiefern die fortschreitende touristische Erschließung einzelner Küstenregionen langfristige Auswirkungen auf den Naturschutz im Wattenmeer haben wird, bleibt Gegenstand laufender wissenschaftlicher und politischer Debatten.

Quellen: UNESCO World Heritage Centre (whc.unesco.org), Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (sh-tourismus.de), Bundesamt für Naturschutz (bfn.de)

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