Das Land Nordrhein-Westfalen hat die umfassende Modernisierung des City Wohnparks in Duisburg-Hochfeld mit 51,1 Millionen Euro aus der öffentlichen Wohnraumförderung unterstützt — zuzüglich eines Tilgungsnachlasses von rund 11,1 Millionen Euro. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GEBAG hat das Quartier mit insgesamt 421 Wohnungen bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 58 Millionen Euro weiterentwickelt. Rund 395 der Wohnungen sind öffentlich gefördert und damit langfristig für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen gesichert.
Sanierung nach rund fünfeinhalb Jahren Bauzeit
Der zwischen 1969 und 1972 errichtete City Wohnpark umfasst 16 Gebäude mit rund 30.000 Quadratmetern Wohnfläche. Die Modernisierung wurde in vier Bauabschnitten umgesetzt und ist nach rund fünfeinhalb Jahren Bauzeit weitgehend abgeschlossen. Rund 29.000 Quadratmeter Fassadenfläche wurden energetisch ertüchtigt, Fenster erneuert beziehungsweise modernisiert sowie Hauseingänge und Treppenhäuser aufgewertet. Die Zugänglichkeit der Gebäude wurde verbessert. Zusätzlich modernisierte die GEBAG nach Auszügen 96 Wohnungen auch im Inneren — auf eigene Kosten, außerhalb der öffentlichen Fördersumme.
Auch das Wohnumfeld wurde überarbeitet: Neue Spiel-, Fitness- und Aufenthaltsbereiche sollen Begegnung und Nachbarschaft fördern. Übersichtlichere Wege, verbesserte Sichtbeziehungen und angepasste Beleuchtung sollen Angsträume reduzieren. Laut einer projektbegleitenden Untersuchung konnten durch den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz gegenüber einem Abriss und Ersatzneubau rechnerisch knapp 15.000 Tonnen CO₂ vermieden werden.
Politische Einordnung und Stimmen
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach bezeichnete das Projekt als beispielhaft für den Anspruch der öffentlichen Wohnraumförderung im Land: „Wohnungen, die sicher, ökologisch-sauber und für die Menschen bezahlbar sind." Die Landesregierung stellt nach eigenen Angaben von 2023 bis 2027 insgesamt 12 Milliarden Euro für die Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum bereit.
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link bewertete die Maßnahme als unmittelbaren Nutzen für die Bewohnerinnen und Bewohner in Hochfeld. GEBAG-Geschäftsführer Winand Schneider hob die Zusammenarbeit mit NRW.BANK und der Bewilligungsbehörde als entscheidend für die finanzielle Tragfähigkeit des Projekts hervor. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen, erklärte, solche Investitionen seien gerade in angespannten Wohnungsmärkten unverzichtbar — und forderte Planungssicherheit sowie verlässliche öffentliche Förderung als Voraussetzung, damit Wohnungsunternehmen diesen Weg weitergehen könnten.
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