Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln und die Zurich Gruppe Deutschland haben das Modellvorhaben „Cooles Nordrhein-Westfalen" gestartet. Der Ansatz verbindet kommunale Klima- und Standortdaten mit internationaler Risikoexpertise und dem Praxiswissen einer Modellkommune — nach Angaben der Initiatoren ist dies deutschlandweit bisher einmalig für ein für Stadtentwicklung zuständiges Ministerium.

Hintergrund ist die Hitzebilanz des Sommers 2026: Nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes war er mit einer Durchschnittstemperatur von 19,6 Grad der zweitwärmste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Deutschlandmittel wurden rund 22 heiße Tage mit mindestens 30 Grad sowie etwa fünf sehr heiße Tage mit mindestens 35 Grad ermittelt.

Im Zentrum des Modellvorhabens stehen bis zu 25 priorisierte Standorte in Köln, die vor Ort untersucht werden sollen. Im Fokus liegen Orte, an denen hohe Hitzebelastung auf besonders schutzbedürftige Menschen oder wichtige kommunale Funktionen trifft — darunter Schulen, Kindertagesstätten, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie stark genutzte öffentliche Räume. Fachleute bewerten unter anderem Verschattung, Versiegelung, Gebäudebelastung, Aufenthaltsqualität und vorhandene Schutzmaßnahmen. Die Ergebnisse sollen als praxistauglicher Investitionsfahrplan aufbereitet und auf weitere Kommunen übertragbar sein.

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