Die beiden hessischen Kommunen gehören zu den ersten in Deutschland, in denen der Kombiantrag des Pilotprojekts „G24 – Gemeinsam Schneller Gründen" freigeschaltet ist. Zugänglich ist er über das zentrale Portal www.gruenden.gov.de.
Der Kombiantrag führt beide Verfahren zusammen und übermittelt die Daten direkt an die zuständigen Behörden, ohne dass Angaben doppelt gemacht werden müssen. Technische Grundlage ist die Gründerplattform der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Bundesweit sind derzeit elf Pilotstandorte beteiligt: neben Fulda und Petersberg auch Aachen, Berlin, Dresden, Düsseldorf, Goslar, Hamburg, Husum, Mannheim und München. Die Antragsstrecke wird gemeinsam mit den Pilotkommunen sukzessive an die Anforderungen der Verwaltung angepasst, mit dem Ziel, aufwendige Rückfragen der Ämter zu reduzieren.
Hessens Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz bezeichnete den Kombiantrag als „echte Vereinfachung", da der Gang zum Gewerbeamt und anschließend zum Finanzamt entfalle. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori sprach von einem „ersten, wichtigen Schritt", damit aus einer guten Idee möglichst schnell ein Unternehmen werden könne. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hob hervor, der Kombiantrag zeige, „was erreicht werden kann, wenn Bund, Länder und Kommunen Digitalisierung gemeinsam umsetzen". Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz verwies auf das Ziel, Unternehmerinnen und Unternehmern mehr Zeit für das Wesentliche zu geben.
Auf kommunaler Ebene signalisierten beide Bürgermeister Unterstützung, benannten aber auch noch fehlende Bausteine. Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld nannte unter anderem ePayment und einen digitalen Rückkanal als noch ausstehende Elemente. Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes betonte, das System sei noch nicht vollständig ausgereift, und forderte, die End-to-End-Digitalisierung „mit Nachdruck voranzutreiben", damit am Ende alle Kommunen profitieren könnten.
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