Zur Halbzeit der diesjährigen BioWochen NRW hat Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen am 6. September den Birkenhof in Wilnsdorf im Siegerland besucht. Der Familienbetrieb, der seit 1994 nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet wird, vereint landwirtschaftliche Produktion, Direktvermarktung und soziale Projekte unter einem Dach – und verbindet landwirtschaftliche Produktion, Direktvermarktung und soziale Projekte.
Neuer Milchviehstall und breites Vermarktungsnetz
Der rund 135 Hektar große Betrieb der Familie Jungclaussen umfasst Dauergrünland, Ackerland und Gemüsebau sowie rund 50 Milchkühe und 400 Legehennen in mobilen Stallsystemen. Im Februar 2026 wurde ein neuer Boxenlaufstall in Betrieb genommen, der den Kühen großzügige Bewegungs-, Fress- und Liegeflächen bietet. Ein Melkroboter und ein automatisches Weidetor erleichtern die Arbeitsabläufe. Hofeigene Molkerei und Bäckerei, ein Hofladen, ein Hofcafé, Lieferservice und Onlineshop ermöglichen es, einen Großteil der Erzeugnisse direkt zu verarbeiten und zu vermarkten.
Mehrgenerationenprojekt und Waldkindergarten
Seit 2012 gehört das generationsübergreifende Wohnprojekt „Alter(s)garten" zum Hof, in dem Seniorinnen und Senioren in barrierefreien Wohnungen am Hofleben teilnehmen können. Auf dem Gelände betreibt der Hof zudem den Waldkindergarten „Birkenzwerge", der Kindern Tiere, Pflanzen und landwirtschaftlichen Alltag näherbringt.
BioWochen NRW und Landesförderung
Die BioWochen NRW laufen vom 28. August bis zum 13. September und umfassen rund 130 Veranstaltungen von rund 70 beteiligten Veranstalterinnen und Veranstaltern – von Hoffesten und Probieraktionen bis zu Schulführungen. Betriebe aus Landwirtschaft, Handwerk und Gastronomie öffnen dabei ihre Türen. Ministerin Gorißen betonte, solche Formate schafften Verständnis und Wertschätzung für die Arbeit der Betriebe.
Das Land fördert ökologische Landwirtschaft nach eigenen Angaben seit den frühen 1990er Jahren. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 22 Millionen Euro an Öko-Flächenprämien ausgezahlt. Ein weiterer Schwerpunkt sind die fünf Öko-Modellregionen Niederrhein, Bergisches RheinLand, Kulturland Kreis Höxter, Mühlenkreis Minden-Lübbecke und Münsterland, deren Förderung inzwischen um weitere drei Jahre verlängert wurde. Ziel ist der Aufbau und die Weiterentwicklung regionaler Wertschöpfungsketten zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Verbraucherinnen und Verbrauchern.
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