Die Universität Freiburg darf sich wieder Exzellenzuniversität nennen. Die Exzellenzkommission entschied bei ihrer Sitzung am 2. Oktober 2026 in Bonn, den Neuantrag der Albert-Ludwigs-Universität zu bewilligen. Baden-Württemberg hält damit als einziges Bundesland vier Exzellenzuniversitäten und behauptet seinen nationalen Spitzenplatz.
Freiburg war die einzige Landesuniversität, die mit einem Neuantrag in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten antrat. Die Geschichte der Hochschule in diesem Wettbewerb ist bewegt: 2007 wurde sie im Rahmen der Exzellenzinitiative erstmals als „Eliteuniversität" anerkannt, verlor den Status 2012 und konnte ihn 2019 nicht zurückgewinnen. Zu den Neuantragstellern als Einzeluniversität zählten die Leibniz Universität Hannover, die Medizinische Hochschule Hannover, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität zu Köln sowie die Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Bereits im März 2026 hatten Tübingen, Karlsruhe und Heidelberg ihre Anträge erfolgreich evaluieren lassen. Alle Exzellenzuniversitäten müssen sich alle sieben Jahre einem aufwändigen Verfahren durch ein unabhängiges, internationales Expertengremium stellen. Die Förderlinie ermöglicht den ausgezeichneten Einzeluniversitäten, zusätzlich zu ihren Exzellenzclustern antragsabhängig zwischen jährlich zehn und 15 Millionen Euro zu beantragen; Universitätsverbünde können zwischen 15 und 28 Millionen Euro pro Jahr erhalten – jeweils für die Dauer von sieben Jahren.
Ministerpräsident Cem Özdemir würdigte das Ergebnis als „großartige Nachricht und das Ergebnis harter Arbeit und einer herausragenden Teamleistung". Er verwies auf die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für die wirtschaftliche Zukunft des Landes und kündigte an, internationalen Forscherinnen und Forschern weiterhin gute Bedingungen bieten zu wollen.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski hob hervor, dass Baden-Württemberg „weiterhin mit vier Einzeluniversitäten vertreten ist" – ein Umstand, den sie als Beleg wissenschaftlicher Spitzenleistung wertete. Mit Blick auf die Hochschulfinanzierung kündigte sie an, dass die Grundfinanzierung der Hochschulen ab 2027 jährlich um 3,5 Prozent steigen werde. Im Jahr 2030 liege sie damit rund 700 Millionen Euro höher als 2025.
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