Der Deutsche Kulturrat verleiht Iris Berben den Deutschen Kulturpolitikpreis 2026. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sprach der Schauspielerin vorab seine Glückwünsche aus und hob dabei nicht nur ihre künstlerische Lebensleistung hervor, sondern auch ihr gesellschaftspolitisches Engagement gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit.

In seiner Gratulation bescheinigte Weimer Berben, das kulturelle Leben Deutschlands über Jahrzehnte geprägt zu haben. Zugleich betonte er ihr Eintreten für eine lebendige Erinnerungskultur und die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Deutschland. „Sie scheut den Widerspruch nicht und lässt sich von den Feinden der offenen Gesellschaft nicht einschüchtern", erklärte der Kulturstaatsminister. „Mit Mut und Haltung setzt sie sich für Demokratie, Toleranz und ein respektvolles Miteinander ein. Damit ist sie für viele Menschen ein Vorbild."

Besonders hob Weimer einen Satz hervor, den er Berben zuschreibt: „Reagiere darauf, wie über Menschen geredet wird. Korrigiere." Diese Haltung — die Komfortzone zu verlassen, Widerspruch zu wagen und Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander zu übernehmen — sei „gerade heute von großer Bedeutung", so Weimer.

Der Deutsche Kulturpolitikpreis wird seit 2021 vom Deutschen Kulturrat für besondere kulturpolitische Verdienste vergeben. Die Preisverleihung an Iris Berben fand laut der Mitteilung des Bundesregierung am Donnerstag nach der Veröffentlichung der Gratulation statt.

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