Die Schauspielerin zieht die Parkbank dem betreuten Wohnen vor (pst). Hollywood-Star und trotzdem zu wenig Geld für die Gesundheit? Marianne Sägebrecht zeigt, wie weit Ruhm und finanzielle Sicherheit auseinanderliegen können. Mit dem Kultfilm „Out of Rosenheim“ gelang ihr einst der internationale Durchbruch. Sie eroberte die Filmwelt mit Charme, Herzlichkeit und gemütlicher Rundlichkeit. Später drehte sie in Hollywood sogar mit Michael Douglas und Kathleen Turner „Der Rosenkrieg“. Bei der Jubiläumsgala der CCC Filmkunst in Berlin zeigte sich die 81-Jährige jetzt allerdings deutlich erschlankt. Der traurige Grund: Nach einem Zahneingriff blieben ihr nach eigenen Angaben nur zwei Zähne, sie konnte kaum noch essen und verlor 18 Kilo. Inzwischen trägt sie eine Prothese. Implantate für 30.000 Euro lehnte sie ab. „Ich habe 1000 Euro Rente. Eitel bin ich sowieso nicht“, sagte sie der „Bild“. Ihr Schicksal erinnert an Heinz Hoenig (75), der durch eine schwere Krankheit ebenfalls in finanzielle Bedrängnis geriet. Besonders bitter: Sägebrecht musste mit der Prothese erst wieder sprechen lernen. Ausgerechnet ihre Lesungen, mit denen sie ihre Rente aufbessert, waren damit gefährdet. Doch von Rückzug keine Spur! Betreutes Wohnen? Lieber nicht. „Ich gehe eher auf die Parkbank“, erklärte sie im Gespräch weiter. Und vor der Kamera will die eigenwillige Bayerin sogar noch bis 100 stehen.