Die israelische Sängerin erlebt private und politische Zerreißproben

(pst). Bei ihr lässt sich die Kunst kaum vom Leben trennen. Noga Erez macht Musik, mischt sich politisch ein – und ist inzwischen auch Mutter. Wie sehr all das ineinandergreift, zeigt jetzt die Kinodoku „NOGA“. Fünf Jahre lang begleiteten die Regisseure Benji und Jono Bergmann die Sängerin und ihren Lebens- und Musikpartner Ori Rousso (38). Die Kameras sind dabei, wenn Songs entstehen, die Liebe kriselt und Erez gegen die Politik der israelischen Regierung demonstriert. Dann erschüttert 2023 der Terrorangriff der Hamas Israel, rund 1200 Menschen werden getötet und etwa 250 als Geiseln verschleppt. Für die 36-Jährige wird die politische Zerreißprobe damit noch größer. Obwohl sie sich regierungskritisch äußert und für Frieden eintritt, wird sie international zunehmend auf ihre Herkunft reduziert. Boykottaufrufe und Hassnachrichten häufen sich, Konzerte werden abgesagt. Halt gibt ihr auch das Private. Mit Rousso, mit dem sie seit vielen Jahren ein eingeschworenes Team bildet, bekam sie 2025 ein Töchterchen. Und vielleicht bekommt die Kleine sogar bald ihren ersten großen Auftritt: Das Paar scherzte gegenüber dem „Standard“, das nächste Albumcover könne ein Familienfoto werden. Zwischen großen Bühnen und Familienleben sucht Noga Erez weiter ihren eigenen Weg. Mutig!