In Wischhafen (Niedersachsen) ist am 17. August 2026 der symbolische Schlusspunkt unter den Tunnelvortrieb des Bauwerks „ElbX" gesetzt worden. Das gut fünf Kilometer lange Tunnelbauwerk verläuft unter der Elbe zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen und bildet das Herzstück der geplanten Hochspannungstrasse Suedlink. Die Trasse soll bereits 2028 in Betrieb gehen und Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands transportieren.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Niedersachsens Energieminister Christian Meyer sowie Ina Kamps, Chief Operating Officer bei Tennet Germany, würdigten gemeinsam den Abschluss des Tunnelvortriebs. Günther bezeichnete das Ereignis als „Meilenstein für ein zentrales Projekt der Energiewende". Die Trasse beginne in Schleswig-Holstein in Wewelsfleth; der Abschnitt unter der Elbe sei das Herzstück der gesamten Verbindung.

Günther betonte, von den Fortschritten beim Netzausbau profitiere nicht nur der Norden. Projekte wie Suedlink machten Deutschland und Europa bei der Energieversorgung „generell unabhängiger und resilienter" und die erneuerbaren Energien als heimische Quelle verlässlicher. Mit der Inbetriebnahme 2028 werde die Abregelung von erneuerbarem Strom in Schleswig-Holstein weiter sinken. Der neue Hochspannungsanschluss senke zudem die Kosten der Energiewende und steigere damit die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Darüber hinaus verwies der Ministerpräsident auf wirtschaftliche Standortvorteile: Durch die verbesserte Netzinfrastruktur könne Schleswig-Holstein Unternehmen, Rechenzentren und Batteriespeicher gezielt an Umspannwerke anbinden und weitere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien ermöglichen. „Ein gut ausgebautes Stromnetz ist ein entscheidender Standortfaktor für Investitionen", so Günther. Er dankte allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und hob hervor, dass die gemeinsame Vertretung norddeutscher Interessen gegenüber dem Bund entscheidend sei, um stabile Rahmenbedingungen für den Netzausbau zu schaffen.

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