Im Film kann die Schauspielerin auf eigene Erfahrungen zurückgreifen

(pst). Für Chen Emilie Yan könnte „Staatsschutz“ zum großen Durchbruch werden. In dem Politthriller von Faraz Shariat, der gerade im Kino gestartet ist, spielt die 26-Jährige ihre erste Kinohauptrolle – und die hat es in sich. Als junge Staatsanwältin Seyo Kim wird sie selbst Opfer eines rassistischen Anschlags und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Ein Stoff, der Yan auch persönlich berührt. Geboren in Shanghai und bei Düsseldorf aufgewachsen, kennt sie Ausgrenzung aus eigener Erfahrung. „Als Kind habe ich vieles ausgehalten: Rassismus, Sexismus, Grenzüberschreitung durch Erwachsene“, erzählte sie jetzt der „Vogue“. Lange habe sie immer „deutsch“ sein wollen. Heute blickt sie selbstbewusster auf ihre Identität: „Früher konnten andere definieren, wer ich bin. Heute kann ich das selbst.“ Yan studierte zunächst Psychologie, bevor sie Schauspiel in Graz lernte und am Theater durchstartete. Und auch abseits der Bühne ist sie vielseitig: Sie spielt mehrere Instrumente, tanzt von Hip-Hop bis Ballett und beherrscht Kampfsportarten wie Taekwondo und Krav Maga. Für „Staatsschutz“ büffelte sie sogar die Strafprozessordnung, besuchte Gerichtsverhandlungen und lernte Koreanisch. Top-Einsatz für die Karriere!