Hinter dem Erfolg des Schauspielers steckt eine bewegte Lebensgeschichte

(pst). Was für eine Laufbahn: Von Eisenach auf die Laufstege der Welt, dann nach New York, Tokio und schließlich auf die große Leinwand: Paul Boche hat mit 39 schon einige Leben gelebt. Mit 16 wurde er als Model entdeckt, arbeitete später für internationale Modehäuser und führte jahrelang ein Leben zwischen Shootings, Flughäfen und Metropolen. Doch hinter dem Glamour steckte auch ein enormer Druck. „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es in meinem Leben eine Phase gab, in der mich das nicht gebrochen hat“, sagte Boche jetzt der „GQ“. Er zog sich für anderthalb Jahre zurück und spricht inzwischen offen über frühere schlechte Erfahrungen mit Alkohol und Drogen. Heute lebt er nach eigener Aussage trocken und drogenfrei. Längst hat Boche auch beruflich ein neues Kapitel aufgeschlagen. Am Lee Strasberg Institute in New York ließ er sich zum Schauspieler ausbilden, war unter anderem in „SOKO Stuttgart“ und „Das Boot“ zu sehen. Nun spielt der Wahl-Berliner aktuell im Kinofilm „Der Heimatlose“ seine erste große Hauptrolle. Auf diesen Moment hat er zehn Jahre hingearbeitet. Als Boche erfuhr, dass der Film auf der Berlinale gezeigt werden sollte, musste er vor lauter Emotionen mit dem Auto rechts ranfahren, erzählte er dem Interview weiter. Derzeit arbeitet er an der Verfilmung seines ersten eigenen Drehbuchs. Starker Typ!