Die hessische Landesregierung hat eine „KI-Strategie für die hessische Landesverwaltung" entwickelt, die einen gemeinsamen Rahmen für den sicheren, verantwortungsvollen und wirksamen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Verwaltungsalltag schafft. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus stellte die Strategie bei der Netzwerkveranstaltung „Hessens KI-Zukunft: Verwaltungsstrategie und Fachdialog zur Robotik" im Heimathafen Wiesbaden vor – einer gemeinsamen Veranstaltung des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation und des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI).
„KI ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug, das uns hilft, staatliche Leistungen zu verbessern, unsere Mitarbeitenden zu entlasten und die Verwaltung noch bürgernäher zu machen", sagte Sinemus. Die Ministerin betonte, dass der Mensch die Verantwortung behalte, Sicherheit und Datenschutz nicht verhandelbar seien und man auf digital souveräne Lösungen setze – bevorzugt aus Europa und, wo möglich, als Open Source.
Die in Zusammenarbeit mit allen Ministerien erarbeitete Strategie definiert ein ressortübergreifendes Zielbild bis 2030 und gliedert sich in drei Wirkungsfelder: KI-Kompetenz umfasst bedarfsgerechte Schulungen für Beschäftigte zu Prompting, Datenschutz, Urheberrecht und Cybersicherheit sowie sichere Erprobungsräume. Im Bereich KI-Tools sind ein Produktkatalog, einheitliche Bewertungskriterien und die Weiterentwicklung einer zentralen KI-Plattform vorgesehen; Lösungen sollen möglichst interoperabel, nachnutzbar und digital souverän sein. Die KI-Governance schafft klare Zuständigkeiten, gemeinsame Standards und eine Wirkungsmessung, unter anderem durch eine ressortübergreifende Bestandsaufnahme bestehender Anwendungsfälle und den schrittweisen Aufbau einer Datenlandkarte.
Die abschließende Entscheidung und die fachliche Verantwortung verbleiben bei der Verwaltung – insbesondere dort, wo Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf Menschen haben. Bei internen oder sensiblen Informationen kommen laut Sinemus ausschließlich Lösungen mit einem hohen Maß an Informationssicherheit in Betracht.
Die Strategie wird durch einen fortlaufend aktualisierten KI-Aktionsplan operationalisiert, der Maßnahmen konkretisiert und priorisiert. Für 2028 sind eine Evaluation und die Fortschreibung der Strategie vorgesehen. KI-Anwendungen sind in Hessen bereits im Einsatz: Beispiele sind der interne Steuer-Chatbot „Maxi", die Justizsoftware „JANO" zur Unterstützung bei der Pseudonymisierung gerichtlicher Entscheidungen, das KI-Tool „AIGude" sowie der datenschutzkonforme KI-Chatbot „AIS.Chat" für Schulen.
Ergänzend wurde eine „Multi-Cloud-Strategie der hessischen Landesverwaltung" veröffentlicht, die den strategischen Rahmen für den künftigen Einsatz von Cloud-Diensten beschreibt und als technische Grundlage für KI-Anwendungen dienen soll.
Für die Erstellung dieses Artikels wurden mehrere verifizierte Quellen sowie künstliche Intelligenz herangezogen. Vor der Veröffentlichung wurde der Inhalt von unserer Redaktion geprüft. Kennzeichnung gemäß Artikel 50 der EU-KI-Verordnung (AI Act).


